Wie sehen sozial verträgliche Studiengebühren aus?
„Abschaffen!“ So würde wohl die reflexartige Antwort Vieler klingen. Gleichermaßen denkt wohl auch die neue Grün-Rote-Landesregierung. Doch ein genauerer Blick lohnt sich und offenbart vor allem eine neue Sichtweise auf die scheinbar ungerechten Gebühren.
Warum also sollte es gerecht sein, von Studenten Gebühren zu erheben?
Betrachtet man die Gehälter von Hochschulabsolventen stellt man schnell fest: Das Studium zahlt sich in der Regel monetär aus. Wollen wir also als Allgemeinheit vollständig ein Studium über Steuergelder finanzieren, von dem in erster Linie einige Wenige profitieren? Wäre es nicht gerechter, hier die zukünftigen Gutverdiener in die Pflicht zu nehmen?
Wir sagen: Ja! Doch hält ein solches Gebührenstudium nicht auch Kinder aus weniger privilegierten Schichten vom Studium ab?
Möglicherweise, deshalb setzen wir auf nachgelagerte Studiengebühren in Verbindung mit einem ausgeprägten Stipendiensystem. Das hieße, dass zunächst im Studium keine finanzielle Belastung auf die Studentinnen und Studenten zukommt. Erst nach dem Eintritt in das Berufsleben ist der individuelle Beitrag fällig. Zu diesem Zeitpunkt stellen die Gebühren aber auch kein Problem für den akademischen Geldbeutel mehr dar.
Wäre das nicht gerecht?
Ich würde uns über Deine Meinung sehr freuen. Schreibe mir, wie Du darüber denkst. Eine kurze E-Mail an lutz@kernen-fdp.de genügt.
Julian Lutz
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